Was ist „Bio-Botox“? – Spilanthox in der „Für Sie“

Statt Spritzen brauchen wir jetzt nur noch Cremes mit einer natürlichen Botox-Variante … und schwups sind die Falten weg. Klappt das wirklich?

Anti-Ageing im Schnellverfahren wird immer beliebter. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie steigen die Zahlen der nicht operativen Faltenbehandlungen stetig. Durchschnittlich ab 42 Jahren interessieren sich Frauen für Unterspritzungen mit Fillern und Botox, um unkompliziert und gleichzeitig langfristig Falten zu glätten und frischer auszusehen. Aber auch im Kosmetikbereich gibt es neuerdings Cremes und Seren, die mit einem besonderen Inhaltsstoff für straffe Ergebnisse werben: „Bio-Botox“.

Was ist das für ein Wirkstoff?
Spilanthol ist ein natürlicher Wirkstoff aus der Parakresse. Schon in der Volksmedizin wurde es zur Behandlung von Zahn- und Kopfschmerzen verwendet, da es eine entspannende Wirkung hat. In der Hautpflege soll es so die Mimik mindern und entspannen – und in Kombination mit kurz- und langkettiger Hyaluronsäure Falten auffüllen und glätten. Bei regelmäßiger Anwendung wird das Hautbild nachhaltig gefestigt, so das Versprechen. Wie zum Beispiel in den Produkten von „Spilanthox therapy“.

Wie funktioniert das?
„In Deutschland und der Schweiz dürfen Wirkstoffe in Kosmetikprodukten nicht die oberste Hautschicht durchdringen“, weiß die Hamburger Dermatologin Dr. Melanie Hartmann. Für den lähmenden Effekt der Muskelentspannung müsste dies aber der Fall sein. „Bei einer normalen Botox-Behandlung wird Botulinumtoxin A daher direkt in den Muskel gespritzt.“ Der Lifting-Effekt ist in wenigen Tagen sichtbar und hält bis zu einem halben Jahr. Je nach Konzentration. „Bei feinen Linien, wie beispielsweise an den Augen, verwenden Fachärzte abgeschwächtes Mesobotox“, so Dr. Hartmann. Damit lasse sich eine leichte Entspannung der Oberhaut erreichen. Und dies komme der Pflege mit dem sogenannten „Bio-Botox“ Spilanthol nahe. Im Duo mit Hyaluronsäure werde die Haut darüber hinaus zusätzlich durchfeuchtet.

Quelle: Für Sie, „Was ist Bio-Botox“, Ausgabe 24/2018, S.40

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